Flying with the Champions – Das ist Namibia …

Endlich ist in Kiripotib die Normalität zurück, nach den Ereignissen der ersten Woche mit der nicht vorhandenen Überflugbewilligung, können wir uns nun so richtig aufs Fliegen konzentrieren. Am Dienstag haben wir es etwas gemütlicher angegangen, Die Teams waren nun schon drei Tage zusammen, also gab‘s mal eine kleine GrandPrix Aufgabe. 420 km groß, waren die ersten nach 3 Stunden zurück,  142km/h Siegerschnitt für das Team Stieber/Karow, nur zwei Sekunden vor Team Scherrer /Frank und 23 Sekunden vor Durrer/Fischer. War echt lässig die Champs hier im Element zu erleben.

Am Dienstag dann schon frühe Vorbereitungen für einen großen Tag. Erst nicht ganz einig über die Streckenführung,  flogen dann doch alle morgens in den Osten. Nur das Wetter zeigte sich nicht so wie vorhergesagt. Schwaches Steigen im Blauen, niedrige Arbeitshöhe prägten die erste Stunde. Aber dann, wie wenn jemand einen Schalter umlegt, plötzlich erste Wolken, mit starkem Steigen und ansteigen der Basis um an die 2000 Meter. Die Schnitte stiegen in die Höhe, das lächeln in den Gesichtern wurde breiter. Bis nahe an Botswana führten die meisten Strecken, von dort dann zurück an die Kante im Westen, und dann kann man sagen ging die Post ab. Nur gerade aus, eine einzige Wolkenlinie über mehrere hundert Kilometer. Ich selbst konnte dort auf meinem Rechner 218 km/h Stundenschnitt ablesen. Ich bin ja nun schon ein paarmal hier geflogen, aber so etwas gab ich noch nicht erlebt. Zwei Stunden ohne zu Kreisen immer nur an der maximal Geschwindigkeit. Dementsprechend die Ergebnisse am Abend. Alle Teilnehmer an Flying with the Champions flogen über 1000 km, Hans Kandlbauer mit Lukasz Wojcik das Maximum mit 1173 km und ich selbst konnte auch mit 165km/h die schnellsten 1100km fliegen um mehr als 20km/h schneller als der Zweite, die Antares 23 kann was.

Gestern Mittwoch wieder etwas weniger gutes Wetter bei uns. Die gute Zone sollte weit im Osten liegen, Bernd Dolba unser Wettermacher sprach sogar von möglichen 1000km. Aber das ist Namibia, es fing erst relativ spät an, aber dann so richtig, die Luft beginn zu kochen.  Alle Teilnehmer waren in den Osten geflogen, genau dort hin wo es jetzt zu brodeln begann. Hier am Platz ein Sandsturm mit an die 70 km/h Wind, wie wird’s den Piloten gehen? Am Funk war es ruhig, nichts war zu hören, auch die Satellitenbilder zeigten nicht wirklich die Bilder die man sich wünscht. Aber dann, nach mehreren Stunden des Bangens und Hoffens, die ersten im Anflug, alle kehrten sicher heim. In den anschließenden Gesprächen konnte man dann schon den Respekt vor den Gewalten des Namibianischen Wetters erkennen. Ja und bis über 600 km waren es auch wieder, mit Schnitten bis zu 142 km/h. Hier erkennt man schon die Qualität der Champions, zufällig haben sie sich diese Titel nicht erflogen.

Quelle: Ludwig Starkl – www.rent-a-glider.com

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